Autor

Mag.<sup>a</sup> Karin Fritz

08.06.2009 07:53

Poly-Erweiterung: Grüne verlangen fundierte Entscheidungsgrundlagen

Sorgsamer Umgang mit Bodenreserven ist notwendig.

„Für die beabsichtigte Poly-Erweiterung fehlen ausreichende Entscheidungsgrundlagen. Der vor kurzem im Schulausschuss vorgelegte Plan wirft viele Fragen auf, auf die wir keine ausreichenden Antworten erhalten haben. Deshalb fordern wir Bürgermeister Katzenmayer auf, mehrere Planungsvarianten und Kostenvoranschläge den politischen Gremien zu unterbreiten. Denn schließlich wollen wir für die SchülerInnen und LehrerInnen des Poly eine gute Lösung, die langfristig Sinn macht“ erklärt Mag. Karin Fritz, Stadtvertreterin in Bludenz.

„Bei der vorgelegten Variante ist der Bodenverbrauch sehr hoch und muss ein Teil des Spielplatzes im angrenzenden Ganztagskindergarten Igel verbaut werden. Bevor Spiel- und Grünflächen zubetoniert werden, müssen unseres Erachtens andere Varianten – die durchaus möglich sind – geprüft werden. Gerade für Kinder, die einen Ganztageskindergarten besuchen, sind ausreichende Freiflächen zum Spielen, Bewegen und Austoben enorm wichtig“ betont Karin Fritz.

„Da sich Poly und Kindergarten, Schülerhort und Kleinkindbetreuung in diesem Areal befinden, macht eine Gesamtbetrachtung  des Areals Sinn. Eine teure Hau-Ruck-Aktion nützt niemandem“ begründet Karin Fritz ihre Forderung an die Stadt, die beabsichtigte Vorgangsweise nochmals zu überdenken und erinnert in diesem Zusammenhang an den  überstürzten Bau der VAL BLU-Tiefgarage.

„Unseres Erachtens ist eine Gesamtbetrachtung des Areals notwendig. Denn klar ist, dass Erweiterungsbedarf im Poly besteht. Klar ist aber auch, dass das Angebot an Kindergartenplätzen und Betreuungsplätzen für Kleinkinder viel zu gering ist. 60 Kindergartenkinder warten für den Herbst auf einen Platz. Von Seiten der Stadt denkt man daran Container aufzustellen, um diesem großen Bedarf nachkommen zu können. Das ist allerdings keine langfristige Lösung. Umso wichtiger, dass Planungen für neue Räumlichkeiten zur Kinderbetreuung aufgenommen werden“ erläutert die grüne Stadtvertreterin.

„Die Vorgangsweise der Stadt ist zudem wenig transparent. Die Betroffenen im angrenzenden Kindergarten  wurden erst vor kurzem in die Baupläne eingeweiht. Damals wollte man überstürzt die Bäume im Spielbereich des Kindergartens fällen, was dann noch verhindert werden konnte.“

„Ein Ausschuss wurde erst vor wenigen Tagen damit befasst und dies, obwohl schon im Herbst mit den Bauarbeiten begonnen werden soll,  kann Karin Fritz diese Vorgangsweise nicht verstehen. „Denn gute Lösungen sind die, die breit mitgetragen werden. Dazu müssen die Betroffenen und die gewählten Gremien möglichst früh informiert und in die Entscheidungsfindung eingebunden werden“,  so Karin Fritz abschließend.

 

 

 

 





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